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1960

Gießener Anzeiger vom 05.07.2011

Gießener Erinnerungen bleiben in Koblenz lebendig

Abschlussjahrgang der Städtischen Handelsschule von 1960 macht heute noch Ausflüge

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Giessen (mo). Mehr als ein halbes Jahrhundert, 51 Jahre, um genau zu sein, liegt der Abschluss in der Städtischen Handelsschule Gießen, heute Friedrich-Feld-Schule, hinter dem Jahrgang 1958 bis 1960 HU2/HO2 zurück. Doch die damals geknüpften persönlichen Verbindungen sind so stark, dass sie bis heute halten und gepflegt werden. Ein Großteil der Ehemaligen wohnt noch in der Umgebung von Gießen, nur Einzelne sind weggezogen.

Durch Treffen, in der Regel im Herbst in der rustikalen Gaststätte Hawwerkasten, und durch Mehrtagesfahrten bleibt ein Großteil der Klasse einander verbunden. Jetzt war ein Besuch auf der Bundesgartenschau (Buga) in Koblenz angesagt.

27 Teilnehmer, ehemalige Schülerinnen und Schüler mit Anhang, reisten per Bahn an und wurden in Koblenz von der dort wohnenden Jahrgangskameradin Ilse Wildner und deren Ehemann Reinhard empfangen. Schon im vergangenen Jahr wurde im Hotel Scholz das Quartier gebucht. Noch am Mittwoch, dem Anreisetag, stand eine „Sieben-Burgenfahrt“ mit dem Schiff Rheintal auf einem Stück Welt-Kulturerbe des Mittel-Rheins auf dem Programm. Am frühen Abend erlebten die Besucher einen zweiten Höhepunkt, einen Altstadt-Rundgang mit dem Koblenzer Original Manfred Gniffke. Was dieser Mann in eineinhalb Stunden weitergab, war eine Mixtur aus Informationen, gewürzt mit köstlichem Humor. „Ich habe selten so gelacht und doch so viel über Alt-Koblenz gelernt“, so eine Teilnehmerin. In dem Restaurant „Alt Koblenz“ klang der erste Reisetag aus.

Am Donnerstag reihte sich die Gruppe in die Besucherströme der Buga ein, im Herzen der Stadt direkt am Pulsschlag der Mittelrheinmetropole mit weiten Aussichten über Rhein und Mosel gelegen. Die Gäste erlebten eine gelungene Verknüpfung zwischen Gartenbau, Geschichte, Architektur, Landschaft und kulturellem Erbe. Wechselnde Blumenausstellungen, fantasievolle Spielplätze, eine Seilbahn von dem Bugagelände um das Deutsche Eck hoch zur Festung Ehrenbreitstein mit dem dort weitläufigen Ausstellungsgelände und den Hallen boten ihnen eine gelungene Symbiose zwischen Tradition und Moderne. Ein langer Buga-Tag macht müde, so war man dankbar für einen geruhsamen Abend im Hotel mit viel Zeit zum Austausch und Begegnungen.

Nach einem freien Vormittag stand am Freitagmittag eine etwa sieben Kilometer lange Weinbergwanderung oberhalb der Mosel an, die auf sehr angenehme Weise in Winningen in einer Winzerwirtschaft ausklang.